Fachbereich für Religions- und Weltanschauungsfragen
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AK Fundamentalismus

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Arbeitskreis Fundamentalismus

in der Beratung zu Religions- und Weltanschauungsfragen

Der Arbeitskreis Fundamentalismus im Fachbereich Religions- und Weltanschauungsfragen besteht seit 1995.

Zunächst waren es die Gruppen außerhalb und am Rande der großen christlichen Kirchen, die Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Im Laufe der gesellschaftlichen Entwicklung rückte die Fundamentalismus-Diskussion nicht nur in das theologische und pastorale Interesse der Kirche, sondern auch in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Diskussion. Als Beispiele dafür können der Fachtag zum Thema 'Innerkirchlicher Fundamentalismus' am 20.01.2016 der Abteilung Grundfragen und Aufgaben der Pastoral des Bistums Aachen in der Bischöflichen Akademie und das Projekt zur Prävention gegen religiösen Fundamentalismus im Kontext des missionarischen Salafismus zu Beginn diesen Jahres seitens der Landesregierung NRW gelten.

Der Arbeitskreis Fundamentalismus stellte schon zu Beginn der Missionskampagnen des Salafisten in Mönchengladbach zusammen mit den Telefonberaterinnen und Telefonberatern des BRW seine Mitarbeit zur Verfügung. Ebenso engagierte sich der Arbeitskreis in der Kooperation von Kirchen- und Moscheeverbänden, der Polizei und der Stadtverwaltung im Rahmen der Prävention gegen Fundamentalismus, Extremismus und Radikalisierung.

In diesem Rahmen führten unsere Berater 18 Angehörigenberatungen unter zum Teil schwierigen Bedingungen durch. Die Anfragen nach Ausstiegsberatung blieben dagegen wie anderorts auch ausgesprochen selten. Deswegen erschien angesichts der wachsenden Anzahl von Salafisten in unserem Einzugsbereich wirksame Prävention das Gebot der Stunde. Bis zum Januar diesen Jahres führten die Präventionskräfte des Arbeitskreises Fundamentalismus 38 Vorbeugungsmaßnahmen durch. Adressaten waren Polizeibeamte, Verwaltungsfachleute, Psychotherapeuten, Berater und Sozialarbeiter in der Freizeit- und Schulpädagogik. Kooperationspartner fanden wir bei den örtlichen Parteien, in der Gewerkschaft, bei Lehrerfortbildungen, in der kirchlichen Jugendarbeit, bei den Schulsozialarbeitern und Lehrerkollegien vor Ort und bei den zuständigen Polizeibehörden. Anfang diesen Jahres flossen diese Erfahrungen in das vom Land NRW geförderte Präventionsprojekt der Aktion Jugendschutz des Landes NRW (AJS) ein. Wir wollen auch weiterhin in diesem wichtigen Feld unseren Beitrag leisten.

Zum Arbeitskreis Fundamentalismus gehören Doris Hastenrath-Hütz (Lehrerin), Ralf Arnolds (Sozialarbeiter und Social Group Worker), Herbert Busch (Sozialpädagoge und Sozialtherapeut), Willi Clahsen (Systemischer Berater), Achim Hoeps (Theologe), Sebastian Merkens (Sozialarbeiter) und Wolfgang Wessel (Pfarrer / Seelsorger).


Von Udo Steinmetz

Veröffentlicht am 02.03.2016

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